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Nährwertprofile gemäß Art. 4 der sog. Health Claims-Verordnung [EG] 1924/2006

Artikel 4 der Verordnung [EG] 1924/2006 sieht so genannte Nährwertprofile vor. Von diesen „Lebensmittelsteckbriefen“ soll abhängen, für welche Lebensmittel künftig mit Angaben zur Gesundheit und zu Nährwerten geworben werden darf. In der Verordnung aufgeführt sind die Nährstoffe Fett, gesättigte Fettsäuren, Transfettsäuren, Zucker und Salz/Natrium, für die pro Lebensmittelkategorie Grenzwerte festgelegt werden sollen. Bei der Überschreitung des Nährwertprofils bei mindestens zwei Nährstoffen wären nährwert- oder gesundheitsbezogene Auslobungen verboten. Wäre der Grenzwert bei nur einem Nährstoff überschritten, könnte eine nährwertbezogene Angabe nur mit dem zusätzlichen Hinweis auf einen hohen Gehalt des überschrittenen Nährstoffes erfolgen.

Die Position des BDSI kurz gefasst:

  • Nährwertprofile sind nach der Verabschiedung der europäischen Lebensmittel­informations-Verordnung (LMIV) nicht mehr erforderlich. Sie regelt bereits umfassend alle für Verbraucher notwendigen Angaben. Daher ist die EU-Kommission auch nicht mehr verpflichtet, Nährwertprofile zu erlassen.
  • Nährwertprofile sind nicht wissenschaftlich begründet durchführbar und daher ohne solide Basis. Einzelne Lebensmittel können nicht anhand weniger ausge­wählter Nährstoffe klassifiziert werden, da sich ihr Wert für die Ernährung erst durch die Kombination vieler verschiedener Lebensmittel ergibt.
  • Nährwertprofile sind kein geeignetes Mittel, Übergewicht zu bekämpfen, sie berücksichtigen nicht die Verzehrsmengen von Lebensmitteln und sie erfüllen nicht den beabsichtigten Zweck, vor Verbrauchertäuschung zu schützen. Sie werden den vielfältigen Esskulturen Europas nicht gerecht und diskriminieren ganze Lebensmittelkategorien.
  • Nährwertprofile werden einer juristischen Überprüfung vor dem Europäischen Gerichtshof nach Meinung von Experten nicht standhalten.
  • Das Konzept der Nährwertprofile ist eine Innovationsbremse. Es baut unnötige Bürokratie auf und schwächt die wirtschaftliche Kraft Europas.

Das vollständige Positionspapier können Sie hier herunterladen.

Stand: März 2021

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