Was ist der Unterschied zwischen industriell und gewerblich hergestelltem Speiseeis?

Industriell hergestelltes Speiseeis wird maschinell in großen Mengen für den Handel produziert. Verbraucher beziehen industriell hergestelltes Speiseeis unter anderem in Supermärkten, Restaurants oder Kiosken. Unter gewerblich hergestelltem Speiseeis versteht man handwerklich produziertes Speiseeis, wie es beispielsweise in Eisdielen erhältlich ist.


Welches sind die liebsten Eis-Geschmacksrichtungen der Deutschen?

Vanille, Schokolade, Nuss und Stracciatella liegen bei den deutschen Eis-Fans seit langem unangefochten an der Spitze der Beliebtheitsskala – gefolgt von Kirsch und Erdbeere. Was daran liegen mag, dass diese Geschmacksrichtungen die Kombinationsfreudigsten sind, weil einfach vieles dazu passt. Nichts desto trotz ist der Eis-Liebhaber in Deutschland aber kein Langweiler: Er zeigt sich durchaus experimentierfreudig. Neue Eisgeschmacksrichtungen werden sehr gerne ausprobiert und selbst sehr exotisches oder ausgefallenes wird zumindest einmal getestet. Sie haben bislang aber nicht die Klassiker von der Spitze des Rankings vertreiben.


Wie viele Geschmacksrichtungen gibt es bei industriell hergestelltem Speiseeis insgesamt?

In den deutschen Tiefkühltruhen sind um die 70 verschiedene Eis-Geschmacksrichtungen zu finden; die Anzahl der einzelnen Produkte ist natürlich noch um ein Vielfaches höher. Es ist also für jeden Geschmack etwas dabei.


Welches sind die unterschiedlichen Sortimentsbereiche bei Speiseeis?

Speiseeis wird in vier Sortimentsbereiche unterteilt:

  1. Impulseis (Kleinpackungen) – sind einzeln verpackte Eis am Stiel, Eis-Hörnchen, Eis-Sandwiches, Eis-Riegel, kleine Becher, Konfekt und andere Sonderformen.
  2. Multipackungen – sind Verkaufseinheiten mit mehreren sortenreinen oder gemischten Impulseisartikeln.
  3. Haushaltspackungen – darunter versteht man die klassischen Becher/Dosen ab 300 ml, die man zuhause im Gefrierfach aufbewahrt und das Eis selbst mit einem Löffel oder Eis-Portionierer portioniert.
  4. Großverbrauchersortiment – darunter versteht man Großpackungen für die Gastronomie oder für Eiscafés, vorportionierte Eis-Desserts/Convenienceprodukte und sonstige Eis-Produkte wie Eis-Bomben, Eis-Platten und Eis-Buffets.

Eis portionieren – wie macht man es richtig?

Eis entfaltet seinen vollen Geschmack, wenn es 5-10 Minuten vor dem Verzehr aus dem Gefrierschrank genommen wird. Zudem wird dadurch aus das Portionieren erleichtert – so verbiegt kein Löffel mehr! Die angebrochene Packung sollte unmittelbar nach der Entnahme der gewünschten Portion wieder in die Kühltruhe zurückgelegt werden.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Eis zu portionieren. Zum Schneiden von Eis-Scheiben eignet sich ein großes, stabiles Messer. Noch besser klappt es, wenn das Messer zwischendurch kurz in heißes Wasser getaucht wird. Mit einem Eis-Portionierer lassen sich aus Eis schöne, gleichmäßige Kugeln formen. Hier gibt es verschiedene Modelle, die in Haushaltswarengeschäften und in gut sortierten Supermärkten erhältlich sind.

Wer Profis schon einmal beim Eisportionieren beobachtet hat, weiß, dass sie keine Löcher in das Eis bohren. Sie ziehen den Portionierer vielmehr in Längsbahnen leicht über die Eis-Oberfläche. So geht das Formen von Kugeln viel einfacher und die Eis-Menge wird gleichmäßig abgetragen. Nach Möglichkeit sollte man das Eis von der ganzen Oberfläche gleichmäßig entnehmen – nicht nur in der Mitte der Eis-Packung –, damit keine Ränder an den Innenwänden stehen bleiben.


Wie lagere ich Speiseeis richtig?

Bereits beim Einkauf im Supermarkt gibt es eine ganze Reihe wichtiger Dinge, die beachtet werden müssen. In den Tiefkühltruhen im Handel zeigen die so genannten Stapelmarkierungen die Bestückungsgrenze an. Diese befinden sich an den Innenwänden der Kühltruhen. Damit eine optimale Lagertemperatur gewährleistet ist, darf die Ware nicht über diese Markierung hinaus gestapelt werden. Alle Eispackungen, die sich unterhalb dieser Bestückungsgrenze befinden, sich fachgerecht gelagert und ausreichend gekühlt.

Es ist ratsam, das Speiseeis erst zum Schluss des Einkaufes in den Einkaufswagen zu legen, damit kein unnötiger Kälteverlust entsteht. Wer in der Nähe seines Supermarktes wohnt, kann das Eis auch ohne weitere „Umverpackung“ nach Hause transportieren, hier reicht die Kältereserve aus. Für längere Strecken empfiehlt es sich jedoch, das Eis in einer Kühltasche, einem Kühlbeutel (diese sind in fast jedem Supermarkt erhältlich) oder auch einfach in Zeitungspapier eingewickelt zu transportieren.

Es sollte generell vermieden werden, geruchsintensive Lebensmittel in unmittelbarer Nähe von Speiseeis aufzubewahren. Es ist auch nicht ratsam, zimmerwarme Gegenstände ins Gefrierfach neben das Eis zu legen. Das regelmäßige Abtauen eines Tiefkühlgerätes gewährleistet eine optimale Gefrierleistung.

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Luft im Eis - wozu?

Bei der Herstellung von Speiseeis wird die flüssige Eis-Masse während des Gefrierprozesses mit Luft aufgeschlagen. Hierdurch wird verhindert, dass sich beim Gefrieren große Eiskristalle bilden. Würde man dagegen die Eis-Masse nur einfrieren, dann bekäme man einen harten Eisblock, in der Konsistenz vergleichbar mit einem Eiswürfel. Erst durch den Lufteinschlag entsteht die für Speiseeis typische cremig-leichte Konsistenz, durch die das Eis so angenehm auf der Zunge zergeht.

Als Grundregel gilt: Je kleiner die Eiskristalle, desto cremiger ist das Eis. Dieses Verfahren des Luftaufschlags kennt jeder aus der eigenen Küche: Es gäbe nämlich keine Schlagsahne ohne Luftaufschlag und kein Baiser ohne zuvor aufgeschlagenen Eischnee. Man denke nur mal an den Geschmacksunterschied zwischen Schlagsahne und flüssiger Sahne, zwischen Eiklar und Eischnee. Gleiches gilt auch für das Speiseeis. Die Hersteller von Markeneis stellen für die verschieden Geschmacksvorlieben der Verbraucher Speiseeis in unterschiedlichen Cremigkeiten her.