Warum sind Knabberartikel so beliebt?

Knabberartikel werden aus natürlichen hochwertigen Rohstoffen wie Kartoffeln, Mais, Weizen, Getreide oder Erdnüssen hergestellt. Für jeden Geschmack finden Verbraucher leckere Produkte, denn Kartoffelchips, Erdnussflips, Salzstangen, Laugen- oder Käsegebäck gibt es in vielfältigen geschmacklichen Varianten und Rezepturen. Weiterhin gibt es salz- und/oder fettreduzierte Varianten, die einen bedeutenden Anteil am Gesamtverzehr von Knabberartikeln haben. In allen Produktsegmenten sind zudem verschiedene Packungsgrößen erhältlich, um unterschiedlichen Verbraucherwünschen gerecht zu werden.

Alle Knabberartikel haben gemeinsam, dass sie besonders gerne in Gemeinschaft gegessen werden und von Partys, Grillfesten, gemeinsamem Fußballgucken oder geselligem Beisammensein im Freundeskreis nicht wegzudenken sind.


Woher kommt der Name „Studentenfutter“?

Studentenfutter ist eine seit dem 17. Jahrhundert bekannte Bezeichnung für eine Mischung, die ursprünglich aus Rosinen und Mandeln bestand. Später wurden auch anderes Trockenobst und andere ungesalzene Nüsse zugefügt, darunter Erdnüsse, Paranüsse, Walnüsse, Haselnüsse oder Cashewkerne.

In Studentenkreisen nahm man seit dem 17. Jahrhundert an, dass insbesondere die Mandeln gegen einen Alkoholrausch oder Kater wirksam seien. Eine andere These ist, dass sich der Name durch eine angebliche konzentrationsfördernde Wirkung bei den Lernenden ergeben haben könnte.

Studentenfutter wurde im 18. Jahrhundert auch als Arznei bei verschiedenen Erkrankungen verabreicht, bei denen eine Kräftigung vonnöten war. So ist auch unter der Bezeichnung Pfaffenfutter eine Zugabe von Gewürzen, kandierten Gewürzsamen und Süßholz beschrieben.


Was ist die beliebteste Nuss der Deutschen?

Besonders gerne knabbern die Deutschen die Erdnuss. Ihr Name lockt allerdings auf die falsche Fährte, denn botanisch gesehen ist die Erdnuss keine Nuss, sondern gehört – wie auch Erbsen oder Bohnen – zur Familie der Schmetterlingsblütler. Die Hülsenfrucht der Erdnuss wächst im Erdreich. Diese unterirdischen Früchte öffnen sich nicht selbstständig. In den bis zu sechs Zentimeter langen, gebogenen Kapseln entstehen in der Regel ein bis vier Samen.

Erdnüsse kommen oft geröstet und gesalzen in den Handel, werden aber auch als Zutaten in Süßwaren wie Gebäck oder Schokolade eingesetzt. Weitere beliebte Produkte sind Erdnussbutter und Erdnussflips.

Ursprünglich in den Anden Südamerikas beheimatet, hat sich der Anbau der Erdnuss seit ihrer wachsenden Bedeutung als Ölfrucht über die ganzen Tropen und Subtropen ausgebreitet. Archäologen datierten die ältesten bekannten Funde von Erdnüssen im Zusammenhang mit menschlichen Ansiedlungen, aus Peru auf ein Alter von über 7.000 Jahren. Auch in Brasilien wurde die Erdnuss nachweislich schon vor 2.000 Jahren angepflanzt. Heute wird die Erdnuss weltweit in warmen Gebieten angebaut. Hauptanbaugebiete sind Westafrika, China, Indien sowie Nord- und Südamerika.

Erdnüsse weisen einen Proteingehalt von rund 25% auf. Ihr Fettgehalt liegt bei rund 50%, ihr Anteil an Kohlenhydraten bei rund 22%. Vorsicht ist jedoch bei Allergikern geboten: schon kleinste Mengen können bei Betroffenen schwere oder gar lebensbedrohliche Symptome auslösen. Auf allen verpackten Lebensmitteln müssen Erdnüsse deshalb als Zutat mit allergenem Potenzial klar gekennzeichnet werden.


Was macht Nüsse so gesund?

Eine Handvoll Nüsse am Tag sind ein idealer Snack für zwischendurch. In ihnen stecken nämlich essenzielle Fettsäuren, die der Körper braucht. Außerdem sind Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe drin.


Wie wurden die Kartoffelchips erfunden?

Erfunden wurden die Kartoffelchips von einem indianisch-stämmigen Hotelkoch namens George Crum im Jahr 1853. Crum ärgerte sich über einen Gast - vermutlich handelte es sich dabei sogar um den amerikanischen "Eisenbahnkönig" Cornelius Vanderbilt. Denn dieser ließ die ihm servierten Bratkartoffeln aufgrund ihrer Dicke mehrmals zurückgehen. Schließlich schnitt Crum die Kartoffelscheiben millimeterfein und frittierte sie. Zu Verwunderung des Kochs war der Gast dieses Mal begeistert. Die Kartoffelchips waren geboren!


Wer erfand die Tortilla Chips und warum haben sie drei Ecken?

Erfunden wurden die Tortilla Chips Ende der 1940er Jahre in einer mexikanischen Delikatessen- und Tortilla-Fabrik in Los Angeles. Die Besitzerin Rebecca Carranza war auf der Suche nach einer Idee, wie man Tortilla Fladen, die ihre automatische Tortilla Maschine nicht mehr verarbeiten konnte, weiter verwerten könne. Sie schnitt die nicht weiter maschinell zu verwendenden Tortilla Fladen in kleine Dreiecke und frittierte sie. Die so entstandenen Tortilla Chips verkaufte sie als Snack, der sich schon bald großer überregionaler Beliebtheit erfreute.


Wie lagere ich Salzgebäck am besten, um es lange frisch zu halten?

Wichtig ist, dass Salzgebäck trocken gelagert wird. Angebrochene Tüten sollten gut verschlossen werden. Gebäck, das offen liegen bleibt oder in offenen Tüten weitergelagert wird, nimmt schnell Feuchtigkeit aus der Luft auf. Es verliert dadurch an Knusprigkeit, und auch der Geschmack leidet.


Seit wann gibt es die Salzstange?

Laugengebäck gehört zu den ältesten salzigen Backwaren im deutschsprachigen Raum, wie man sie vor allen Dingen in Brezelform beim Bäcker kennt. Vergleichsweise jung dagegen ist die Salzstange, welche erstmals in den USA erschien und dann Mitte der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts auch in Deutschland. Salzstangen gehören zu den sogenannten Laugendauergebäcken und werden allein industriell hergestellt. Salzstangen haben eine glänzend braune Oberfläche, sind knusprig und unter Luftabschluss lange haltbar. Wie Plätzchen oder andere Feine Backwaren werden auch Salzstangen im Ofen gebacken. Die Hauptzutaten von Salzstangen sind Weizenmehl, pflanzliches Fett und natürlich Salz. Mittlerweile gibt es eine große Bandbreite an verschiedenen Sorten von Salzstangen, etwa Salzstangen in Bioqualität, mit Vollkorn, mit Sesam statt Salz und in unterschiedlichen Durchmessern von zart dünn bis extra dick. Unübertroffen und von größter Bedeutung bleibt jedoch nach wie vor der Klassiker von damals.


Was hat es mit dem „Salzstangenäquator“ auf sich?

Deutschlandweit gehören Salzstangen zu den beliebtesten Knabbereien. Die charakteristischen Zutaten dieser Traditionsprodukte sind seit über 80 Jahren unverändert Weizenmehl, pflanzliches Fett und natürlich Salz.

In der Form gibt es jedoch regionale Unterschiede, denn Deutschland ist durch den „Salzstangenäquator“ geteilt.  Im Norden werden eher Salzstangen genossen, im Süden hingegen liegen die seit Jahrhunderten verzehrten Salzbrezeln in der Verbrauchergunst vorne.

Zum Glück für alle Genießer sind aber beide Produkte deutschlandweit gut erhältlich.


Was knabbern die Deutschen am liebsten?

Eine repräsentative online-Verbraucherbefragung der Fachsparte Knabberartikel des BDSI ergab, dass die Deutschen am liebsten Kartoffelchips knabbern, gefolgt von Erdnussflips, Erdnüssen und Salzstangen.


Könnte ich Erdnussflips selbst herstellen, so wie Popcorn?

Das empfiehlt sich eher nicht. Es finden sich zwar Hinweise zu "Rezepten" in Internetforen. Doch die Herstellung von Erdnussflips ist viel aufwändiger als beispielsweise die von Popcorn. Erdnussflips lassen sich nicht ohne weiteres mit einfachen Bordmitteln in der eigenen Küche herstellen. Das ist bei Popcorn, für das nur Maiskörner bei hoher Hitze aufgebrochen werden müssen, wesentlich einfacher.