Woraus besteht Kaugummi?

Ein Kaugummi wird aus fünf Hauptzutaten hergestellt: Kaugummibase, Zucker, Maissirup, Aromastoffe sowie Zusätze, die die Kaumasse weich und geschmeidig machen. Bei zuckerfreiem Kaugummi ersetzen Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe den Zucker und Maissirup.


Warum klebt Kaugummi?

Die Kaumasse des Kaugummis besteht aus lebensmittelgeeigneten Polymeren (langkettige Moleküle) und Komponenten, die Geschmeidigkeit und Elastizität gewährleisten. Sie sind der Grund dafür, dass Kaugummi dazu neigt, an Oberflächen zu haften. Es passt sich genau der Oberflächenstruktur an und klebt daher an ihr fest. Eine trennende Schicht wie Wasser oder Speichel im Mund kann solche Wechselwirkungen verhindern - so bleibt Kaugummi nicht an den Zähnen kleben. Außerhalb des Mundes haftet es stärker an Oberflächen, da die trennende Wasserschicht fehlt. Je glatter eine Oberflächenstruktur ist, desto leichter kann man das Kaugummi wieder ablösen.


Was ist Kaugummibase?

Die Base ist der eigentliche “Gummi”, auf dem man kaut. Die natürliche Kaumasse besteht aus Harzen, Kautschuk und Milchsaft bestimmter Bäume, die vorwiegend in Südamerika, Indonesien und Malaysia wachsen. So gewinnt man in Südamerika beispielsweise aus dem Saft des Sapotillbaumes das “Chicle”, eine altbewährte Grundlage für Kaugummi.


Kann zuckerfreier Kaugummi helfen, Karies zu vermeiden?

Ja. Das regelmäßige Kauen von zuckerfreiem Kaugummi nach dem Essen oder Trinken für mindestens 20 Minuten kann helfen, die Zahndemineralisierung zu verringern. Zahndemineralisierung stellt einen Risikofaktor bei der Entstehung von Karies dar. Durch Kaugummikauen wird bis zu 10-fach mehr Speichel produziert. Der besonders mineralreiche Speichel kann helfen, den Zahnschmelz härter und widerstandsfähiger gegenüber Plaquesäureattacken zu machen.