Reglementierung der Werbung

Die Position des BDSI kurz gefasst:

  • Werbung ist ein unverzichtbares Element der freien Marktwirtschaft. Sie dient der Information des Verbrauchers und ist eine existenzsichernde Basis für freie und unabhängige Medien.
  • Werbeeinschränkungen und -verbote für Lebensmittel machen nicht schlank, denn Übergewicht hat viele Ursachen. Seine Prävention ist eine gesamtgesell­schaftliche Herausforderung und bedarf der Veränderung des gesamten Lebensstils.
  • Lebensmittelwerbung ist bereits heute ausreichend reglementiert. Sie unter­liegt zahlreichen gesetzlichen und freiwillig auferlegten Regelungen, die auch für Online-Werbung gelten. Diese besagen u.a.: In Deutschland dürfen Kindersendungen im Fernsehen und Radio sowie auf entsprechenden Web-Plattformen nicht durch Werbung unterbrochen werden; Werbung muss für Kinder erkennbar sein; Lebensmittelwerbung darf keine direkten Aufforderungen an Kinder zum Kauf oder Konsum enthalten.
  • Auf europäischer Ebene haben sich bedeutende Unternehmen der Lebens­mittelindustrie, darunter Süßwarenproduzenten, im Rahmen des sogenannten EU-Pledges zusammengeschlossen. Sie verpflichten sich u.a., keine Werbung für Produkte an Kinder unter 12 Jahren zu richten.
  • Kinder vor Werbung abzuschirmen, ist nicht der richtige Weg. Sie ist Teil ihres Alltags. Aus Sicht des BDSI sind Initiativen zur Vermittlung von Medien- und Werbekompetenz bei Kindern und Jugendlichen unabdingbar. Auf diesem Feld ist z. B. die europäische Bildungsinitiative Media Smart e.V. aktiv.
  • Die Mitgliedsunternehmen des BDSI beachten, wie die gesamte deutsche Lebensmittelwirtschaft, die Verhaltensregeln des Deutschen Werberats über die kommerzielle Kommunikation für Lebensmittel. Mehr Informationen finden Sie im Leitfaden zum Werbekodex des Deutschen Werberats.

Das vollständige Positionspapier können Sie hier herunterladen.

Stand: Oktober 2017