Reformulierung von Süßwaren

Die Position des BDSI kurz gefasst:

  • Die Süßwarenindustrie bietet eine große Vielfalt unterschiedlicher Produkte an. Sie begreift sich wandelnde Verbraucherwünsche als Chance, entwickelt das Produktangebot stetig fort und reagiert auf neue Bedürfnisse/Erkenntnisse. Neben den klassischen, traditionellen Produkten, die seit Jahren erfolgreich am Markt sind und unverändert bestehen bleiben dürfen müssen, gibt es eine Reihe von Varianten mit reduziertem Zucker-, Fett- bzw. Salzgehalt, gluten- und laktosefreie Erzeugnisse sowie weitere innovative Produkte.
  • Süßwaren, Knabberartikel und Speiseeis gibt es in den unterschiedlichsten Portions- bzw. Verpackungsgrößen, darunter auch viele kleine und wieder­verschließbare Verpackungen.
  • Der Reformulierung von Süßwaren, d.h. der Änderung der Rezepturen, sind Grenzen gesetzt. Das gilt auch für die Entwicklung von neuen Produkten (Formulierung): technologischer Art (z.B. macht Zucker Gebäck knusprig und trägt zur Bräu­nung bei, ohne Zucker wäre Speiseeis nicht von cremiger Konsistenz); Qualitäts- und Sicherheitsaspekte (z.B. verhindert Zucker in Fruchtfüllungen die Entwicklung von Mikroorganismen und wirkt auf natürliche Weise konservierend); rechtliche Vorgaben (beispielsweise legen die EU-Kakaorichtlinie und die Deutsche Kakaoverordnung für Schokolade Mindestanforderungen an den Kakaobuttergehalt fest).
  • Bei Süßwaren, Knabberartikeln und Speiseeis steht für den Verbraucher der Genussaspekt an erster Stelle. Daher ist bei allen Änderungen der Produkt­rezeptur bzw. der Entwicklung von Neuprodukten entscheidend, dass die Erzeugnisse dem Verbraucher am Ende schmecken.
  • Die Entwicklung von Rezepturen liegt in der Selbstverantwortung der Unter­nehmen, in die nicht gesetzlich eingegriffen werden darf.
  • Der richtige Weg, um in der Bevölkerung einen gesunden Lebensstil zu fördern, liegt in der Ernährungsbildung und Stärkung der Ernährungskompetenz und nicht in einer Fokussierung auf einzelne Produkte oder Inhaltsstoffe.

Das vollständige Positionspapier können Sie hier herunterladen.

Stand: Juni 2017