Q: Wofür ist diese Website nützlich?
A: Sie bietet umfassende und offizielle Informationen zur deutschen Süßwarenindustrie, aktuelle Branchendaten, Presseinformationen, Warenkunde und eine Übersicht von rund 200 industriellen Süßwarenherstellern in Deutschland, die Mitglied im BDSI sind.
Q: Wer ist der BDSI?
A: Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) vertritt als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband die Interessen von mehr als 200 Unternehmen. Die Mitglieder decken das gesamte Spektrum der Branche ab, von Schokoladenwaren und Feinen Backwaren über Zuckerwaren, Kaugummi, Markeneis und Knabberartikel.
Q: Was sind die Aufgaben des BDSI?
A: Der BDSI ist ein schlagkräftiger und gut vernetzter Interessenvertreter auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene und adressiert die Anliegen und Herausforderungen der Süßwarenindustrie gegenüber der Politik und in der Öffentlichkeit. Als Dienstleister, Informationsmittler und Problemlöser für seine Mitglieder in vielen Themenfeldern unterstützt er die Unternehmen vor allem im Dschungel nationaler wie europäischer Gesetzgebung.
Q: Welche Produktgruppen vertritt der BDSI?
A: Schokolade und Schokoladenerzeugnisse, Bonbons und Zuckerwaren, Feine Backwaren, Knabberartikel, Markeneis, Kaugummi und Rohmassen.
Q: Wie viele Unternehmen sind im BDSI organisiert?
A: Der BDSI vertritt über 200 überwiegend mittelständische Süßwarenunternehmen, die rund 90% der deutschen Süßwarenumsätze repräsentieren.
Q: Wo hat der BDSI seine Standorte?
A: Der Hauptsitz des BDSI ist in Bonn, mit Außenstellen in Berlin und Brüssel für die politische Interessenvertretung auf nationaler und europäischer Ebene.
Q: Ist Deutschland wichtig im internationalen Süßwarenhandel?
A: Ja, Deutschland ist seit über 40 Jahren Exportweltmeister bei Süßwaren. Die deutsche Süßwarenindustrie ist mit einem Anteil von etwa 10 % am Umsatz die viertgrößte Branche der deutschen Ernährungsindustrie. Ihr besonderes Kennzeichen ist ihre starke Exportorientierung. Süßwaren „made in Germany“ sind weltweit sehr gefragt. Mehr als jede zweite Tonne der in Deutschland produzierten Süßwaren geht ins Ausland, so dass der Export ein wichtiges Standbein für die Branche darstellt.
Q: Was ist das wichtigste Anliegen des BDSI an die Politik?
A: Die deutschen Hersteller von Süßwaren und Knabberartikeln stehen seit Jahren unter enormem wirtschaftlichem Druck. Der BDSI tritt dafür ein, dass die Bundesregierung die Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland in den Fokus rückt. Die Politik muss für bezahlbare Energiekosten sorgen und den Bürokratie-Dschungel lichten. Die stetig wachsenden Berichtspflichten erdrücken Unternehmen und nehmen ihnen die Luft zum Atmen. Bürokratie darf kein Selbstzweck sein – sie muss für Unternehmen verständlich und praktikabel bleiben.
Q: Was macht das Lebensmittelchemische Institut (LCI) des BDSI?
A: Im Zentrum der Arbeit des LCI steht die angewandte Lebensmittelchemie – mit einem besonderen Fokus auf die Produktgruppen der Süßwarenindustrie. Als praxisnahes Forschungs- und Beratungsinstitut unterstützt das LCI die Mitgliedsunternehmen des BDSI mit fundierter wissenschaftlicher Expertise in Bereichen wie Lebensmittelsicherheit, Ernährung, Toxikologie, Verpackung, gesundheitlicher Verbraucherschutz, Gefahrenabwehr und Krisenmanagement. Das Institut agiert als wichtiger Ansprechpartner bei naturwissenschaftlichen Fragestellungen und bietet mit seiner anwendungsorientierten Forschung praxisrelevante Lösungen für die Herausforderungen einer zunehmend komplexen Lebensmittelwelt. Seine Analysen und Bewertungen genießen in Industrie, Behörden und Wissenschaft höchstes Ansehen.
Q: Wie ist die Struktur der Süßwarenindustrie in Deutschland?
A: Neben einigen international tätigen Großbetrieben prägen zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen sowie viele traditionsreiche Familienbetriebe mit teils mehreren Generationen die Branche. Die Süßwarenindustrie gehört seit Jahrzehnten zu den stabilen Branchen der Ernährungswirtschaft und beschäftigt in Deutschland rund 60.000 Menschen. Viele Arbeitsplätze liegen im ländlichen Raum, wo die Unternehmen ein verlässlicher Arbeitgeber und Ausbilder sind. Die Betriebsgrößenstruktur der Branche setzt sich wie folgt zusammen: 51 % Kleinbetriebe (bis 100 Mitarbeiter), 42 % mittlere Betriebe (bis 500 Mitarbeiter) und 7 % Großbetriebe (über 500 Mitarbeiter).
Q: Wie viele Menschen arbeiten in der Süßwarenindustrie in Deutschland?
A: Die Süßwarenindustrie gehört seit Jahrzehnten zu den stabilen Branchen der Ernährungswirtschaft und beschäftigt in Deutschland rund 60.000 Menschen. Viele Arbeitsplätze liegen im ländlichen Raum.
Q: Was bietet die Süßwarenindustrie den Beschäftigten?
A: Für die Süßwarenindustrie existieren – als eine der wenigen Branchen in der Ernährungsindustrie – bereits seit Jahrzehnten bundesweite Flächentarifverträge (Manteltarifvertrag, Entgeltrahmenvertrag, Altersvorsorgetarifvertrag). Als Sozialpartner setzt der BDSI somit seit langem auf hohe Standards.
Q: Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in der Süßwarenindustrie?
A: Der BDSI engagiert sich stark für Nachhaltigkeit, im Bezug von nachhaltig erzeugten Rohstoffen. Der Anteil des nach Nachhaltigkeitskriterien erzeugten Kakaos in den in Deutschland verkauften Süßwaren ist im Jahr 2024 auf 86 % gestiegen ist.
Ein zentraler Bestandteil dieses Engagements ist die gezielte Unterstützung von Kleinbauern in den Hauptanbauregionen in Westafrika. Ein wichtiger Baustein ist hierbei die Zertifizierung des Kakaos, die über festgelegte Standards hinaus zusätzliche Prämien unabhängig vom schwankenden Weltmarktpreis sichert.
Auch 94% des in deutschen Süßwaren verwendeten Palmöls ist bereits nach Nachhaltigkeitsstandards zertifiziert.
Q: Was ist das BDSI-Journal?
A: Das BDSI-Journal ist eine Fachpublikation mit populärwissenschaftlichen Artikeln zu Themenfeldern wie Ernährung, Lebensmitteltechnologie, Nachhaltigkeit und Branchenentwicklungen.
Q: Wie fördert der BDSI Ausbildungsmöglichkeiten in der Süßwarenindustrie?
A: Der BDSI bietet auf seiner Internetseite eine eigene Ausbildungsplatzbörse an, um Unternehmen und potentielle Auszubildende zusammenzubringen. Weiterhin unterstützt der BDSI die Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft (ZDS) in Solingen und die Hochschule Ostwestfalen-Lippe für die Fachkräfteausbildung. Jährlich werden auf der Mitgliederhauptversammlung des BDSI die besten Nachwuchskräfte der Branche feierlich geehrt.
Q: Welche Messen organisiert der BDSI?
A: Der BDSI ist Mitbegründer und Mitorganisator der weltweit wichtigsten Internationalen Süßwarenmesse ISM, die immer Ende Januar/Anfang Februar in Köln stattfindet.
Q: Probieren Verbraucher in Deutschland gerne neue oder limitierte Süßwarenprodukte aus?
A: Ja. Nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) probiert die Mehrheit der Verbraucher in Deutschland zumindest gelegentlich neue oder limitierte Süßwarenprodukte aus. Grundlage ist eine repräsentative Verbraucherbefragung im Auftrag des BDSI aus dem Jahr 2025.
Q: Wie häufig probieren Verbraucher neue oder limitierte Süßwarenprodukte aus?
A: Laut einer repräsentativen Verbraucherbefragung des BDSI (Bilendi 2025, n=1.079) geben 48 % der Befragten an, neue oder limitierte Süßwarenprodukte „manchmal“ auszuprobieren. Weitere 26 % probieren solche Produkte „sehr gerne“.
Q: Verschenken die Deutschen in der Weihnachtszeit häufig Süßwaren?
A: Ja. Nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) möchten 66 % der Deutschen anderen Menschen in der Advents- und Weihnachtszeit mit Süßwaren eine Freude machen. Das zeigt eine repräsentative Verbraucherbefragung im Auftrag des BDSI aus dem Jahr 2025.
Q: Zu welchen Anlässen werden Süßwaren in Deutschland besonders häufig verschenkt?
A: Laut einer repräsentativen Verbraucherbefragung des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) ist der häufigste Geschenkanlass für Süßwaren der Geburtstag (77 %). Es folgen „ein kleines Dankeschön“ (76 %), Advent und Weihnachten (66 %), Ostern (65 %) sowie Mitbringsel bei Einladungen (60 %).
Q: Wer wurde auf der ISM 2026 zur ersten offiziellen Marzipanbotschafterin ernannt?
A: Auf der Internationalen Süßwarenmesse ISM 2026 wurde Amelie Natterer zur ersten offiziellen Marzipanbotschafterin ernannt. Die Initiative wurde vom Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI), Marzipanherstellern und dem organisierten Konditorenhandwerk gemeinsam getragen.
Q: Welche Rolle spielt Marzipan heute im Konditorenhandwerk?
A: Nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) entwickelt sich Marzipan zunehmend vom saisonalen Klassiker zu einem ganzjährig eingesetzten Werkstoff moderner Patisserie. Besonders junge Konditorinnen und Konditoren nutzen Marzipan als Ausdruck von handwerklicher Präzision, Kreativität und Qualität.
Q: Wie engagiert sich die deutsche Süßwarenindustrie in der Ernährungsbildung von Kindern und Jugendlichen?
A: Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) unterstützt Projekte zur praktischen Ernährungsbildung. In Kooperation mit dem christlichen Kinder- und Jugendwerk „Die Arche“ und der Schweizer Starköchin Meta Hiltebrand wurden bislang 20 Kochvideos mit einfachen, kindgerechten Anleitungen produziert, die Kinder und Jugendliche dazu motivieren sollen, sich mit Lebensmitteln und Ernährung zu beschäftigen und Rezepte nachzukochen.
Q: Wie hoch ist der Anteil zertifizierten Kakaos in der deutschen Süßwarenindustrie?
A: Nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) stammten im Jahr 2024 bereits 86 % des in der deutschen Süßwarenindustrie eingesetzten Kakaos aus zertifizierten Quellen.
Q: Wie nachhaltig ist der Einsatz von Palmöl in der deutschen Süßwarenindustrie?
A: Laut BDSI sind 94 % des in der Produktion verwendeten Palmöls bereits nach anerkannten Nachhaltigkeitsstandards zertifiziert. Damit nimmt die deutsche Süßwarenindustrie eine Vorreiterrolle beim verantwortungsvollen Einsatz von Palmöl und Palmkernöl ein.
Q: In welchen Nachhaltigkeitsinitiativen engagiert sich der BDSI?
A: Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) engagiert sich unter anderem als Gründungsmitglied im „Forum Nachhaltiger Kakao“, einer 2012 gegründeten Multi-Stakeholder-Initiative mit Beteiligung von Industrie, Bundesregierung und Zivilgesellschaft. Außerdem wirkt der BDSI im „Forum Nachhaltiges Palmöl“ mit.
Q: Wie hat sich die wirtschaftliche Lage der deutschen Süßwarenindustrie im Jahr 2025 entwickelt?
A: Nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) war 2025 für die Branche ein schwieriges Jahr. Mehr als 200 Unternehmen waren mit stark steigenden Kosten für Rohstoffe, Personal, Energie und Logistik sowie zunehmenden bürokratischen Anforderungen konfrontiert. Dies führte zu einem deutlichen Rückgang der Produktionsmenge in Deutschland.
Q: Wie hat sich die Produktion von Süßwaren und Knabberartikeln in Deutschland 2025 entwickelt?
A: Nach Schätzungen des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) sank die Produktionsmenge im Jahr 2025 auf rund 3,9 Mio. Tonnen (-5,3 %). Der Produktionswert stieg hingegen um +8,7 % auf etwa 18,6 Mrd. Euro.
Q: Wie entwickelte sich der Export von Süßwaren und Knabberartikeln im Jahr 2025?
A: Nach Angaben des BDSI wurden 2025 schätzungsweise 2,3 Mio. Tonnen Süßwaren und Knabberartikel exportiert. Das entspricht einem Rückgang von -5,6 % gegenüber dem Vorjahr. Der Exportumsatz stieg jedoch um +16,9 % auf rund 17,3 Mrd. Euro.
Q: Welche Bedeutung hat der Export für die deutsche Süßwarenindustrie?
A: Der Export ist laut Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) ein zentrales Standbein der Branche. Mit einem wertmäßigen Anteil von über 60 % trägt er maßgeblich zur Wertschöpfung der Unternehmen bei und ist entscheidend für den Erhalt der mittelständisch geprägten Branchenstruktur.
Q: Wie hat sich das Inlandsangebot für Süßwaren im Jahr 2025 entwickelt?
A: Das Inlandsangebot, berechnet aus Produktion plus Einfuhr minus Ausfuhr, lag 2025 mengenmäßig bei knapp 2,6 Mio. Tonnen. Dies entspricht nach Angaben des BDSI einem Rückgang von -2,1 %. Der Inlandsumsatz stieg hingegen auf schätzungsweise 11,5 Mrd. Euro (+4,7 %).
Q: Wie entwickelte sich die Produktion von Schokoladewaren in Deutschland im Jahr 2025?
A: Nach Schätzungen des BDSI wurden 2025 rund 1,1 Mio. Tonnen Schokoladewaren in Deutschland produziert, was einem Rückgang von -6,9 % entspricht. Der Produktionswert stieg gleichzeitig um etwa +12,4 % auf rund 8,3 Mrd. Euro.
Q: Wie entwickelte sich die Produktion von Feinen Backwaren im Jahr 2025?
A: Die Produktion von Feinen Backwaren sank laut BDSI im Jahr 2025 um -4,2 % auf etwa 701.000 Tonnen. Der Produktionswert stieg hingegen um +1,5 % auf rund 3,0 Mrd. Euro.
Q: Wie entwickelte sich die Produktion von Bonbons und Zuckerwaren im Jahr 2025?
A: Die mengenmäßige Produktion von Bonbons und Zuckerwaren stieg nach Schätzungen des BDSI leicht um +0,1 % auf etwa 653.000 Tonnen. Der Produktionswert sank jedoch um -2,0 % auf rund 2,2 Mrd. Euro.
Q: Wie entwickelte sich die Produktion von Knabberartikeln im Jahr 2025?
A: Die Produktion von Knabberartikeln blieb laut BDSI 2025 nahezu stabil und lag bei rund 380.000 Tonnen (-0,1 %). Der Produktionswert stieg um +2,6 % auf etwa 2,0 Mrd. Euro.
Q: Wie hat sich die Kakaoverarbeitung in Deutschland im Jahr 2025 entwickelt?
A: Nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) sank die Kakaovermahlung in Deutschland im Jahr 2025 um 10,1 %. Damit ging sie deutlich stärker zurück als in der gesamten EU, wo der Rückgang bei 6,1 % lag.