Exportgeschäft der deutschen Süßwarenindustrie verschlechtert sich deutlich

©benjaminnolte/Fotolia

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Das Exportgeschäft der mittelständisch geprägten deutschen Süßwarenindustrie hat sich im 1. Halbjahr 2020 aufgrund der Coronavirus-Krise gegenüber dem Vorjahr dramatisch verschlechtert. 67 % der Unternehmen verzeichneten ein schlechteres Exportgeschäft als im 1. Halbjahr 2019. Für das 2. Halbjahr 2020 erwarten sogar 69 % der Unternehmen der deutschen Süßwarenindustrie ein schwächeres Exportgeschäft als ein Jahr zuvor. Besonders pessimistisch sind die Aussichten für eine schnelle Erholung des transatlantischen Handels und des Exportgeschäfts nach Südostasien.

Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) unter seinen Mitgliedern zur Konjunkturentwicklung im 1. Halbjahr 2020.

Aber auch das Geschäft im Inland stellte viele Hersteller von Süßwaren, Knabberartikeln und Speiseeis vor erhebliche Herausforderungen. Insgesamt 56 % der Unternehmen meldeten im 1. Halbjahr 2020 Umsatzrückgänge. Die Hersteller erwarten zudem im 2. Halbjahr 2020 in wichtigen Vertriebskanälen wie Kauf- & Warenhäuser, an Bahnhöfen, auf Flughäfen, in Süßwarenfachgeschäften sowie in Freizeiteinrichtungen, Kinos und auf Volksfesten keine schnelle Erholung. 64 % der Hersteller schätzen die aktuellen Geschäftsaussichten schwieriger ein als im Vorjahr.

Die Auftragslage war aufgrund der Coronavirus-Krise stark rückläufig. 62 % der Unternehmen verzeichnen im 1. Halbjahr 2020 einen Rückgang der Auftragslage, für das 2. Halbjahr 2020 erwarten immer noch 51 % eine schlechtere Auftragslage als ein Jahr zuvor. Die Umfrage hat zudem ergeben, dass die Unternehmen durch die Corona-Pandemie bedingte Kostensteigerungen zu bewältigen haben, vor allem durch hohe Fehlzeiten von Mitarbeitern, die Implementierung von Abstandsregelungen und zusätzliche Hygienevorschriften in der Produktion, die schwierigere Beschaffung von Rohstoffen sowie eine sich verschlechternde Zahlungsmoral von Kunden. Zu den besonderen Herausforderungen vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie nannten die Unternehmen insbesondere Unsicherheiten im Personalmanagement und in der Produktionsplanung.

Nach Auffassung des BDSI muss der konsequenten Stärkung der heimischen Wirtschaft und der Sicherung der Liquidität in den Unternehmen oberste Priorität der Politik eingeräumt werden, um Arbeitsplätze und Investitionen am Standort Deutschland zu sichern.

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