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Pressemeldung



Rohstoffe/Wirtschaft und Produktion

15.08.2007:

Butter,Mehl, Milchpulver und Co: Rekordpreise bei Zutaten für Kekse und Kuchen

Die Hersteller von Keksen, Gebäck und Kuchen sehen schwierigen Zeiten entgegen. Genauso wie die Verbraucher beim Kauf ihrer Zutaten für die Weihnachtsbäckerei in diesem Jahr wesentlich mehr werden ausgegeben müssen, sehen sich die Produzenten von Feinen Backwaren bereits jetzt erheblichen Preissteigerungen bei wichtigen Rohstoffen ausgesetzt. "Was wir derzeit auf unseren Rohstoffmärkten erleben, ist dramatisch. Immense Preissteigerungen überall. So sind zuletzt die Butterpreise regelrecht explodiert, nachdem schon vorher bei Mehl und anderen wichtigen Rohstoffen wie Milchpulver und Glukosesirup die Preise kräftig angezogen haben", so Dr. Hermann Bühlbecker, Vorsitzender der Fachsparte Feine Backwaren im Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) und Inhaber der Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Henry Lambertz. "Vor diesem Hintergrund dürften die derzeitigen Produktionskosten für Feine Backwaren nicht zu halten sein und Preiserhöhungen zur Folge haben."
Die Preisspirale für Butter, eine der Hauptzutaten für Feine Backwaren, schraubt sich in ungeahnte Höhen. Nicht nur der Butterpreis im Supermarktregal zog im August kräftig an, sondern auch die Notierung für Blockbutter, die im Süßgebäck verarbeitet wird. Blockbutter war noch nie so teuer wie heute: Bis zu 4,30 Euro/kg ab Werk wird an den Terminbörsen gehandelt. Verglichen mit dem letzten Jahr müssen die Hersteller eine Preissteigerung um mehr als 65 % verkraften. Auch beim Mehl ist die Lage prekär: Zwar hat vor kurzem die "Turbo-Getreideernte" begonnen, die Aussichten sind jedoch nicht rosig. Bis zu 20 % Einbußen bei der Getreideernte stehen zu erwarten, so z.B. die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz. Ursache sind der trockene April und der dann zu kühle und nasse Frühling. Auf die ohnehin schon hohen Getreidepreise wird dies nicht ohne Folgen bleiben: Bereits jetzt sind die Preise für Weizen, Gerste und Co. um rund 50 % höher als im vergangenen Sommer und ein Ende ist nicht absehbar. Mehl ist dementsprechend teurer geworden. Und auch die Preise für Milchpulver und milchhaltige Schokoladen, die ebenfalls in größeren Mengen in Feinen Backwaren eingesetzt werden, steigen unaufhaltsam. So liegen die Milchpulverpreise derzeit bei über 4 Euro pro kg und somit nahezu doppelt so hoch wie noch im Vorjahr.

Hintergrundinformation:
Wie auch bei anderen Branchen stellen bei der Feine Backwarenindustrie die Rohstoffkosten einen bedeutenden Kostenblock dar. Neben den drastischen Preissteigerungen bei den agrarischen Rohstoffen sind auch die Verpackungs-, Logistik- und Energiekosten immer weiter geklettert. Diese Kostensteigerungen auf breiter Front können von den Herstellern nicht mehr aufgefangen werden.


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Hersteller von Knabberartikeln sehen messbare Erfolge ihrer Werbezurückhaltung gegenüber Kindern


Die führenden Hersteller von Knabberartikeln in Deutschland haben sich in Brüssel über den europäischen Snackverband (European Snack Association/ESA) zu Einschränkungen bei ihren Werbeaktivitäten gegenüber Kindern unter 12 Jahren bekannt. So partizipieren sie über die ESA am EU-Pledge, der über eine Selbstverpflichtung Einschränkungen im Bereich der Werbung vorsieht. Die Einhaltung wird durch eine unabhängige Agentur jährlich kontrolliert. Die Ergebnisse für Deutschland im Jahr 2012 zeigen, dass die Werbung deutlich verringert wurde. Gegenüber dem Vergleichsjahr 2005 ging die Fernsehwerbung in Kindersendungen um 78% zurück. 98,5% der gezeigten Werbung entsprechen den selbst gesetzten Vorgaben. Doch der Ansatz im EU-Pledge geht über die reine Werbung hinaus. Die Hersteller von Knabberartikeln haben sich zudem dazu bekannt, ihre Produkte weiter zu optimieren. Nähere Informationen finden Sie unter http://www.eu-pledge.eu/.