11.08.2009:
Weniger Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe + Großhandelspreise leicht fallend + Aldi mit Problemen in Polen + Natraceutical und Naturex gehen gemeinsame Wege + "Ohne Gentechnik" hat jetzt ein Logo
Weniger Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe
Das Verarbeitende Gewerbe hat in Deutschland im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat 17,7 Prozent weniger umgesetzt. Der Inlandsumsatz nahm im Vergleichszeitraum um 13,5 Prozent ab. Im Vergleich zu Mai stieg der Umsatz allerdings preisbereinigt um 1,5 Prozent. Detaillierte Informationen finden Sie unter
www.destatis.de.
Großhandelspreise leicht fallend
Die Großhandelspreise in Deutschland sind laut Statistischem Bundesamt im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10,6 Prozent zurückgegangen. Im Vergleich zum Vormonat Juni fielen die Preise um 0,5 Prozent. Im Nahrungsmittelsektor waren Getreide und Saaten im Jahresvergleich 32,1 Prozent billiger. Milch, Eier und Nahrungsfette waren um 10,2 Prozent günstiger. Mehr unter
www.destatis.de.
Aldi mit Problemen in Polen
Die Discounterkette Aldi Nord hat ihr Engagement in Polen nach dem Marktstart vor rund einem Jahr noch nicht so weit ausbauen können wie ursprünglich geplant. Derzeit betreibt das Unternehmen rund 20 Filialen. Wie lokale Medien berichten, scheitert die schnellere Expansion wohl weniger an der Qualität der Waren, sondern vielmehr an einem Mangel an bekannten Marken sowie der fehlenden Marktmacht, die bei Verhandlungen mit Lieferanten wichtig wäre.
Natraceutical und Naturex gehen gemeinsame Wege
Die Ingredientshersteller Natraceutical und Naturex haben eine Vereinbarung unterzeichnet, nach der sie ihre Ingredientsgeschäfte zusammenlegen wollen.
Ende des Jahres soll faktisch der Ingredientsbereich der Natraceutical Group in den Ingredientsbereich von Naturex übergehen. Das entstehende gemeinsame Unternehmen wird dann auf allen Kontinenten produzieren können. Beide Unternehmen zeigten sich überzeugt, dass die augenblickliche wirtschaftliche Situation ein Umdenken bei Wachstumsstrategien erfordere.
"Ohne Gentechnik" hat jetzt ein Logo
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner hat in München das neue bundesweit einheitliche "Ohne Gentechnik"-Logo vorgestellt. Das Logo ist in Grün gehalten und zeigt neben dem Schriftzug darunter eine dreiblättrige Pflanze.
Es soll Verbraucher beim Einkauf unterstützen, Produkte, die gentechnikfrei hergestellt wurden, zu identifizieren. Das Logo soll vor allem Produkte stärken, bei deren Herstellung auch kein genttechnisch verändertes Tierfutter verwendet wurde, beispielsweise für Kühe, aus deren Milch später Joghurt oder Süßspeisen entstehen. Grundsätzlich kommen aber alle Produkte für das Logo infrage, sofern sie die Kriterien erfüllen. Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Website des BMELV unter
www.bmelv.de.