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Viel Milch im Speiseeis

August 2012
In diversen Berichterstattungen in den Medien, insbesondere in verbraucherpolitischen Fernsehmagazinen und Publikationen, wurde gelegentlich die Verwendung von angeblich minderwertigem Pflanzenfett bei der Herstellung von Speiseeis thematisiert.

Hierzu nimmt die Interessenvertretung der Hersteller von industriell hergestelltem Speiseeis, der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI), Stellung:

Ein Speiseeis ist eine Komposition aus einer Reihe verschiedenster Zutaten. Die Grundbestandteile sind Milch und Milchprodukte (wie Milchpulver, eingedickte Milch, Buttermilch oder Joghurt), Zucker, Trinkwasser, Früchte, Pflanzenfett, Sahne oder Butter. Hinzu kommen noch Aromen, Zusatzstoffe und/oder färbende Lebensmittel. Die im BDSI organisierten industriellen Hersteller von Speiseeis verarbeiten jährlich rund 100.000 Tonnen Milch und Milchprodukte. Bei der Speiseeisherstellung steht eindeutig die Milch und nicht das Fett im Vordergrund.

Bedeutung von Fett im Speiseeis
Fette sind neben Kohlenhydraten und Eiweiß ein Hauptbestandteil der täglichen Ernährung. Zudem ist Fett ein bedeutender Geschmacksträger und -geber, egal ob pflanzlichen oder tierischen Ursprungs. Dies gilt sowohl für die Zubereitung von Gerichten als auch für die verwendeten Rohstoffe bei der Produktion verschiedener Lebensmittel wie beispielsweise Speiseeis. Beim Speiseeis ist das Fett zudem unverzichtbar für die Kremigkeit und den Schmelz des Eises. Die Fettanteile im Speiseeis liegen je nach Produktkomposition zwischen 5 % und 18 %. Überwiegend beträgt der Fettanteil im Speiseeis zwischen 8 und 10 %.

Milchfett und Pflanzenfett sind qualitativ gleichwertig
Die eingesetzten Milch- und Pflanzenfette sind von gleichwertig hoher Qualität. Bei einem Pflanzenfett von einem "minderwertigen Fett" zu sprechen, entbehrt daher jeder sachlichen Grundlage.

Bei allen Speiseeissorten handelt es sich um qualitativ hochwertige, wohlschmeckende und sichere Lebensmittel. Welche Speiseeissorte und damit verwendete Fettart der Verbraucher bevorzugt, ist seine Entscheidung. Seit Ende der 80er Jahre setzen deutsche Markeneishersteller neben Milchfett auch Pflanzenfett bei der Speiseeisproduktion ein und treffen damit den Geschmack und die Akzeptanz der Verbraucher. Dies beweist der seit Jahren konstante Speiseeisverbrauch von jährlich circa acht Liter pro Person in Deutschland.

Wichtig zu wissen ist dabei, dass auch Eis, das mit Pflanzenfett hergestellt wird, zu rund 60 bis 80 % aus Milch und Milchprodukten besteht.

Speisefett in Speiseeis, geregelt in den deutschen Leitsätzen bzw. im europäischen EUROGLACES Codex
Bei der Produktion von Speiseeis beachtet die deutsche Markeneisindustrie die Vorgaben und Definitionen nach den Leitsätzen des Deutschen Lebensmittelbuches für Speiseeis und Speiseeishalberzeugnisse bzw. des Codex für Speiseeis des europäischen Speiseeisverbandes EUROGLACES. Danach kann Speiseeis grundsätzlich mit Pflanzenfett oder mit Milchfett hergestellt werden. Auf der Verpackung angegeben werden zum einen die Eissorte sowie zum anderen alle verwendeten Zutaten, also auch die Verwendung pflanzlicher Fette. Der Verbraucher kann somit eine informierte Kaufentscheidung treffen.

Speiseeis, das den allgemeinen Begriffsbestimmungen der Leitsätze und des Codex entspricht, wird verkehrsüblich als "Eis" in Verbindung mit beschreibenden Bezeichnungen hinsichtlich geschmackgebender Zutaten in den Verkehr gebracht. Bei dieser Sorte wird häufig Pflanzenfett eingesetzt. Auch eine Kombination von Pflanzenfett und Milchfett ist möglich, um die produktspezifische Kremigkeit eines Speiseeises zu erzeugen. Bei Speiseeissorten mit Milchfett handelt es sich um Eissorten wie "Milcheis", "Eiskrem", oder "Fruchteiskrem".


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Hersteller von Knabberartikeln sehen messbare Erfolge ihrer Werbezurückhaltung gegenüber Kindern


Die führenden Hersteller von Knabberartikeln in Deutschland haben sich in Brüssel über den europäischen Snackverband (European Snack Association/ESA) zu Einschränkungen bei ihren Werbeaktivitäten gegenüber Kindern unter 12 Jahren bekannt. So partizipieren sie über die ESA am EU-Pledge, der über eine Selbstverpflichtung Einschränkungen im Bereich der Werbung vorsieht. Die Einhaltung wird durch eine unabhängige Agentur jährlich kontrolliert. Die Ergebnisse für Deutschland im Jahr 2012 zeigen, dass die Werbung deutlich verringert wurde. Gegenüber dem Vergleichsjahr 2005 ging die Fernsehwerbung in Kindersendungen um 78% zurück. 98,5% der gezeigten Werbung entsprechen den selbst gesetzten Vorgaben. Doch der Ansatz im EU-Pledge geht über die reine Werbung hinaus. Die Hersteller von Knabberartikeln haben sich zudem dazu bekannt, ihre Produkte weiter zu optimieren. Nähere Informationen finden Sie unter http://www.eu-pledge.eu/.